Wählergruppe NEU e.V.

Nierstein Engagiert

und Unabhängig (neu) e.V.

Sabine Rieß

Fraktionsvorsitzende

Nierstein, im Oktober 2026

Liebe Initiative Nierstein gegen Rechtsextremismus,

zuerst einmal möchten wir uns als Wählergruppe für Euer außerordentlich

wichtiges Engagement zum Erhalt unserer Demokratie und Euren Kampf

gegen Rechtsextremismus bedanken. Wir sehen uns hier an Eurer Seite

und engagieren uns ebenfalls, wo immer es geht.

Die notwendige Arbeit im Stadtrat, den Ausschüssen und weiteren

Gremien erfordert viel Sorgfalt, gute Vorbereitung und verlangt uns viel ab,

wir machen das ja wie Ihr in unserer Freizeit. Trotzdem sind wir der

Auffassung, dass in der heutigen Zeit noch mehr gegen

Rechtsextremismus getan werden muss und Euer Offener Brief kann

hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Wir begrüßen ihn ausdrücklich und

würden gerne zukünftig mit Euch andere/neue Formate diskutieren, wie wir

auch gemeinsam mit weiteren demokratischen Gruppierungen tätig werden

können. Wir werden hierzu aktiv das Gespräch mit Euch suchen.

Nun zu Euren Fragen:

Warum gibt es bislang so wenig sichtbare demokratische Gegenangebote?

– Naja, Parteien bestehen ja auch aus Menschen – und die haben natürlich

nicht endlos Zeit – und engagieren sich ja auch schon in der Partei.

Insofern geht es hier auch schlicht um Man- und Womanpower, die Zeit für

z.B. Infostände muss man haben. Wir als kleine Wählergruppe tun was wir

können.

Was setzen Sie der verstärkten Präsenz der AfD in unseren Gemeinden

konkret entgegen?

– Als Räte im Stadtrat Nierstein haben wir es uns zur persönlichen Aufgabe

gemacht, Aussagen von Herrn Propp nie unwidersprochen zu lassen.

Allerdings hat dieser fast ein Jahr lang mit Abwesenheit geglänzt – aber wir

bleiben dran, wenn er da ist.

Wir nehmen seit Jahren an allen Demonstrationen und

Informationsveranstaltung gegen rechtsextreme Kräfte hier im Ort teil.

Planen Sie eigene Informationsveranstaltungen, Infostände oder öffentliche

Aktionen vor Ort sowie Social Media zur Stärkung der Demokratie?

– Wir haben bisher hauptsächlich vor Kommunalwahlen, wir sind ja eine nur

in Nierstein und Schwabsburg tätige Wählergruppe, Stände an mehreren

Stellen im Ort gehabt. Aber wir sind gerne bereit, regelmäßig an

Infoständen zu Themen wie Demokratie und Parteien, pluralistische

Gesellschaft o.ä. teilzunehmen – gerne und am besten zusammen mit

anderen Parteien oder Organisationen. Wird NgR hier verschiedene

Interessierte (Institutionen) zusammenführen und unterstützen?

Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

Welche konkreten Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um solche Symbole

schnell zu entfernen und weitere Vorfälle zu verhindern?

Wie wollen Sie den Bürgerinnen und Bürgern deutlich zeigen, dass

antidemokratische, menschenfeindliche und gegen unser Grundgesetz

verstoßende Botschaften in Nierstein, Oppenheim, Rheinhessen und

Rheinland-Pfalz nicht geduldet werden?

– Dass die AfD so frech und stark auftritt, gefällt uns nicht. Wenn wir solche

Symbole entdecken, entfernen wir sie und zeigen sie ggf. an, berichten auf

unseren Kanälen darüber.

Wie grenzen Sie sich als Mitglieder des Niersteiner Stadtrates, des

Verbandsgemeinderates Rhein-Selz und der demokratischen Parteien

Rheinhessens sowie Rheinland- Pfalz intern sowie öffentlich von

antidemokratischen, menschenfeindlichen und unserem Grundgesetz

widersprechenden Positionen, Personen und Parteien ab?

– Wir widersprechen im Stadtrat den Positionen der AfD.

– Wir praktizieren demokratische Grundsätze in unserer Parteiarbeit.

Welche Konsequenzen ziehen Sie als Amtsinhaber und Ihre Parteien,

wenn Personen in verantwortlichen Positionen von Parteien, Gremien,

Institutionen und Vereinen solche dem Grundgesetz widersprechenden

Äußerungen tätigen?

– Wir widersprechen dezidiert und mit entsprechender Begründung, um auf

diskriminierende, menschenverachtende Positionen aufmerksam zu

machen, damit diese nicht unwidersprochen im Raum stehen bleiben.

Wie stellen Sie sicher, dass insbesondere in der Jugendarbeit

demokratische Werte, Vielfalt und der respektvolle Umgang mit allen

Menschen vermittelt werden?

– So leid es uns tut – aber wir haben keine Jugendarbeit.

Was unternehmen Sie gegen Versuche antidemokratischer Personen,

Parteien oder Gruppierungen, Einfluss auf Parteien, Vereine und andere

gesellschaftliche Einrichtungen zu gewinnen?

– Wir widersprechen, wann immer es geht. Wir bringen Anträge ein, die

demokratiebildend/-unterstützend sind oder auf menschenverachtende

Positionen aufmerksam machen, so z.B. die erfolgreichen Anträge für die

Verlegung von Stolpersteinen auch in Nierstein und Schwabsburg oder die

Teilnahme der Stadt am Projekt „Demokratie gewinnt“.

Wie grenzen Sie sich als Mitglieder des Niersteiner Stadtrates, des

Verbandsgemeinderates Rhein-Selz und der demokratischen Parteien

Rheinhessens sowie Rheinland- Pfalz intern sowie öffentlich von

antidemokratischen, menschenfeindlichen und unserem Grundgesetz

widersprechenden Positionen, Personen und Parteien ab?

Welche Konsequenzen ziehen Sie als Amtsinhaber und Ihre Parteien,

wenn Personen in verantwortlichen Positionen von Parteien, Gremien,

Institutionen und Vereinen solche dem Grundgesetz widersprechenden

Äußerungen tätigen?

Wie stellen Sie sicher, dass insbesondere in der Jugendarbeit

demokratische Werte, Vielfalt und der respektvolle Umgang mit allen

Menschen vermittelt werden?

Was unternehmen Sie gegen Versuche antidemokratischer Personen,

Parteien oder Gruppierungen, Einfluss auf Parteien, Vereine und andere

gesellschaftliche Einrichtungen zu gewinnen?

– Wir haben schon vor der letzten Kommunalwahl den Beschluss gefasst,

niemals einem Antrag der AfD im Stadtrat oder Ortsbeirat Schwabsburg

zuzustimmen, denn die AfD ist in unseren Augen eine weitgehend

rechtsextreme Partei, die unsere Demokratie vernichten will und die

demokratischen Institutionen lächerlich macht, wo immer es geht. Solchen

Leuten geben wir nicht unseren Stimmen.

– Wir widersprechen wann immer möglich.

Mit besten Grüßen und der Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit

Sabine Rieß

Fraktionssprecherin der Wählergruppe NEU e.V.